Warum nicht Tag 14
Die verbreitete Faustregel zählt vom Periodenbeginn 14 Tage vorwärts. Sie setzt einen festen 28-Tage-Zyklus voraus – und rechnet die Schwankung an der falschen Stelle ein.
Denn die beiden Zyklushälften sind unterschiedlich stabil. Die Follikelphase von der Periode bis zum Eisprung ist die variable; sie wird länger oder kürzer. Die Lutealphase danach ist über Zyklen hinweg deutlich konstanter und dauert meist zwölf bis vierzehn Tage. Deshalb rechnet dieser Rechner vom Beginn der nächsten Periode rückwärts.
Der Unterschied ist keine Feinheit: Bei einem 32-Tage-Zyklus liegt der Eisprung eher um Tag 18. Die Vorwärtsrechnung läge vier Tage daneben.
Wenn dein Zyklus schwankt
Das ist der Normalfall. Zyklen zwischen etwa 21 und 35 Tagen gelten als unauffällig, und auch bei derselben Person schwankt die Länge von Monat zu Monat. Nimm für die Rechnung deinen Durchschnitt aus mehreren Zyklen – ein einzelner sagt wenig.
Mehr dazu, was als normal gilt und wann eine Abklärung sinnvoll ist, steht in Wie lang ist ein normaler Zyklus?
