Was empfohlen wird
Mit guter, einheitlicher Studienlage empfiehlt das Positionspapier von 2023:
- kognitive Verhaltenstherapie und klinische Hypnose
- einige verschreibungspflichtige Medikamente: bestimmte Antidepressiva (SSRI/SNRI), Gabapentin und Fezolinetant
Mit schwächerer Studienlage nennt es außerdem Oxybutynin, Gewichtsabnahme und eine Nervenblockade am Hals (Stellatum-Blockade). Auch der NHS beschreibt Verhaltenstherapie als Hilfe bei Hitzewallungen, bei gedrückter Stimmung und bei Schlafproblemen.
Neue Medikamente
Fezolinetant und Elinzanetant setzen an einem Botenstoff im Gehirn an, der die Körpertemperatur mitsteuert. Elinzanetant ist seit November 2025 in der EU zugelassen und steht unter zusätzlicher Überwachung. Bei beiden Wirkstoffen werden die Leberwerte kontrolliert. Ob sie infrage kommen, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
Was gegen Hitzewallungen nicht empfohlen wird
Für diese Dinge fand das Papier keinen ausreichenden Nutzen gegen Hitzewallungen: Pflanzen- und Nahrungsergänzungsmittel, Soja und Sojaextrakte, Akupunktur, Kühltechniken, das Meiden von Auslösern, Atemübungen, Yoga, Achtsamkeit und Sport.
Das heißt nicht, dass Bewegung in den Wechseljahren nutzlos wäre. Sie bringt Kraft, Knochen und Herz viel (mehr dazu). Nur Hitzewallungen verringert sie nach heutiger Studienlage nicht verlässlich. Wer sich mit einem Ventilator am Bett besser fühlt, macht nichts falsch. Belegt ist es eben nicht.
Und die Hormontherapie?
Sie bleibt nach demselben Papier die wirksamste Behandlung und sollte innerhalb der ersten zehn Jahre nach der letzten Periode mit bedacht werden. Mehr im Artikel Hormontherapie.
