Wann man von Menopause spricht
Nach der Weltgesundheitsorganisation gilt die natürliche Menopause als eingetreten, wenn zwölf Monate in Folge keine Periode mehr kam und es dafür keinen anderen Grund gibt. Meist ist das zwischen 45 und 55 Jahren der Fall. Die Jahre davor, in denen sich der Zyklus verändert, heißen Perimenopause; sie enden ein Jahr nach der letzten Periode.
Ohne Periode sind auch Frauen nach einer Gebärmutterentfernung, unter manchen Verhütungsmethoden oder nach einer Krebsbehandlung. Dann lässt sich der Zeitpunkt oft nicht an der Blutung ablesen, die Hormonumstellung kann trotzdem stattfinden.
Was sich danach verändert
Hitzewallungen und Schlafprobleme lassen bei vielen Frauen mit den Jahren nach. Andere Veränderungen bleiben oder kommen erst später:
- Knochen: Nach der WHO trägt der Verlust an Knochendichte um die Menopause wesentlich dazu bei, dass Osteoporose und Knochenbrüche bei Frauen häufiger werden.
- Herz und Gefäße: Der Vorsprung, den Frauen vor Männern beim Herz-Kreislauf-Risiko haben, verschwindet nach der WHO mit sinkendem Östrogen allmählich.
- Scheide und Harnwege: Trockenheit, Brennen und häufigere Harnwegsinfekte gehen anders als Hitzewallungen meist nicht von selbst zurück (Mili 2021).
Mehr dazu in den Artikeln Knochen und Krafttraining und Scheidentrockenheit.
Blutung nach der Menopause: immer abklären lassen
Meist steckt etwas Harmloses dahinter, etwa eine dünner gewordene Schleimhaut oder ein gutartiger Polyp. In einer Meta-Analyse von 2018 mit rund 34.000 Frauen mit Blutung nach der Menopause hatten etwa 9 Prozent Gebärmutterkrebs. Umgekehrt hatten 91 Prozent der Frauen mit dieser Krebsart vorher eine solche Blutung. Deshalb ist sie ein so wichtiges Warnzeichen.
Was Rhythmus in dieser Zeit macht
Wer in der App angibt, keine Periode (mehr) zu haben, bekommt keine Zyklusphasen, keinen Eisprung und keine Periodenvorhersage mehr angezeigt. Energie, Symptome, Training und Ernährung lassen sich weiter eintragen. Kommt doch eine Blutung, lässt sie sich im Kalender festhalten, und der Zyklusbericht nennt sie als Anlass für einen Arzttermin.
Wie es zur letzten Periode kommt, beschreibt der Artikel Perimenopause.
