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Nach der letzten Periode: Menopause und Postmenopause

Die Menopause ist kein Zeitraum, sondern ein Zeitpunkt: die letzte Periode. Erkennen lässt er sich erst im Rückblick. Was danach kommt, nennt man Postmenopause, und sie dauert den Rest des Lebens.

Aktualisiert: Oktober 2026

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Wann man von Menopause spricht

Nach der Weltgesundheitsorganisation gilt die natürliche Menopause als eingetreten, wenn zwölf Monate in Folge keine Periode mehr kam und es dafür keinen anderen Grund gibt. Meist ist das zwischen 45 und 55 Jahren der Fall. Die Jahre davor, in denen sich der Zyklus verändert, heißen Perimenopause; sie enden ein Jahr nach der letzten Periode.

Ohne Periode sind auch Frauen nach einer Gebärmutterentfernung, unter manchen Verhütungsmethoden oder nach einer Krebsbehandlung. Dann lässt sich der Zeitpunkt oft nicht an der Blutung ablesen, die Hormonumstellung kann trotzdem stattfinden.

Was sich danach verändert

Hitzewallungen und Schlafprobleme lassen bei vielen Frauen mit den Jahren nach. Andere Veränderungen bleiben oder kommen erst später:

  • Knochen: Nach der WHO trägt der Verlust an Knochendichte um die Menopause wesentlich dazu bei, dass Osteoporose und Knochenbrüche bei Frauen häufiger werden.
  • Herz und Gefäße: Der Vorsprung, den Frauen vor Männern beim Herz-Kreislauf-Risiko haben, verschwindet nach der WHO mit sinkendem Östrogen allmählich.
  • Scheide und Harnwege: Trockenheit, Brennen und häufigere Harnwegsinfekte gehen anders als Hitzewallungen meist nicht von selbst zurück (Mili 2021).

Mehr dazu in den Artikeln Knochen und Krafttraining und Scheidentrockenheit.

Blutung nach der Menopause: immer abklären lassen

⚠️ Blutest du, nachdem deine Periode zwölf Monate ausgeblieben ist, lass das ärztlich abklären, auch wenn es nur wenig war oder nur einmal. Der NHS nennt das ausdrücklich so.

Meist steckt etwas Harmloses dahinter, etwa eine dünner gewordene Schleimhaut oder ein gutartiger Polyp. In einer Meta-Analyse von 2018 mit rund 34.000 Frauen mit Blutung nach der Menopause hatten etwa 9 Prozent Gebärmutterkrebs. Umgekehrt hatten 91 Prozent der Frauen mit dieser Krebsart vorher eine solche Blutung. Deshalb ist sie ein so wichtiges Warnzeichen.

Was Rhythmus in dieser Zeit macht

Wer in der App angibt, keine Periode (mehr) zu haben, bekommt keine Zyklusphasen, keinen Eisprung und keine Periodenvorhersage mehr angezeigt. Energie, Symptome, Training und Ernährung lassen sich weiter eintragen. Kommt doch eine Blutung, lässt sie sich im Kalender festhalten, und der Zyklusbericht nennt sie als Anlass für einen Arzttermin.

Wie es zur letzten Periode kommt, beschreibt der Artikel Perimenopause.

Quellen

  1. World Health Organization (2024): Menopause – Fact sheet. WHO, 16. Oktober 2024. Zur Quelle
  2. NHS (überarbeitet 2026): Postmenopausal bleeding. NHS, 24. September 2026. Zur Quelle
  3. Clarke, M. A., Long, B. J., Del Mar Morillo, A. et al. (2018): Association of Endometrial Cancer Risk With Postmenopausal Bleeding in Women: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Internal Medicine 178(9), 1210–1222. Zur Quelle
  4. The North American Menopause Society (2021): Management of osteoporosis in postmenopausal women: the 2021 position statement of The North American Menopause Society. Menopause 28(9), 973–997. Zur Quelle
  5. Mili, N., Paschou, S. A., Armeni, A. et al. (2021): Genitourinary syndrome of menopause: a systematic review on prevalence and treatment. Menopause 28(6), 706–716. Zur Quelle
  6. NHS: Menopause. NHS. Zur Quelle

Dieselbe, vollständige Belegliste steht in der App unter Hilfe & FAQ.

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