rhythmus App öffnen
Wissen

Perimenopause: Die Jahre, über die kaum jemand spricht

Über die Wechseljahre wird geredet, als kämen sie mit 50 über Nacht. Tatsächlich zieht sich die Umstellung über Jahre – und viele Anzeichen ordnet man zunächst gar nicht zu.

Aktualisiert: September 2026

Auch auf: English · Español

Was Perimenopause heißt

In der Perimenopause verändert sich die Periode und hört schließlich auf, weil die Hormonspiegel sinken. Die Menopause betrifft meist Frauen zwischen 45 und 55, sie kann aber auch früher kommen. Die Beschwerden halten meist sieben bis neun Jahre an, manchmal länger, und verändern sich in dieser Zeit.

Anzeichen, die man nicht sofort zuordnet

Neben veränderten Perioden und Hitzewallungen nennt der NHS unter anderem:

  • Schlafprobleme und nächtliches Schwitzen
  • Stimmungsschwankungen, gedrückte Stimmung, Probleme mit Gedächtnis und Konzentration
  • Scheidentrockenheit, Brennen, häufigere Harnwegsinfekte
  • Herzklopfen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen
  • weniger Lust auf Sex
  • dünner werdendes Haar und Veränderungen der Haut

Nach der Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Endokrinologie von 2025 hat etwa jede vierte Frau belastende Beschwerden.

Verhütung ist noch ein Thema

Schwanger werden ist in der Perimenopause noch möglich. Der NHS rät, weiter zu verhüten: ab 50 bis ein Jahr nach der letzten Periode, zwischen 40 und 49 bis zwei Jahre danach.

Für Rhythmus heißt das auch: Werden die Zyklen unregelmäßiger, wird die Phasenrechnung ungenauer. Der errechnete Eisprung ist ohnehin keine Verhütungsmethode.

Was helfen kann

Die Lancet-Serie zur Menopause von 2024 plädiert dafür, diese Zeit nicht nur als Liste von Symptomen zu behandeln, sondern Frauen mit Wissen und Mitsprache hindurchzubegleiten. Behandlungsmöglichkeiten mit und ohne Hormone beschreibt die europäische Leitlinie ausführlich; welche passt, ist eine ärztliche Entscheidung.

Quellen

  1. NHS: Menopause. NHS. Zur Quelle
  2. NHS (überarbeitet 2026): Symptoms of menopause and perimenopause. NHS, 19. Mai 2026. Zur Quelle
  3. Lumsden, M. A., Dekkers, O. M., Faubion, S. S. et al. (2025): European Society of Endocrinology clinical practice guideline for evaluation and management of menopause and the perimenopause. European Journal of Endocrinology 193(4), G49–G81. Zur Quelle
  4. Hickey, M. et al. (2024): An empowerment model for managing menopause. The Lancet (Serie Menopause). Zur Quelle

Dieselbe, vollständige Belegliste steht in der App unter Hilfe & FAQ.

Rhythmus ausprobieren

Zyklus, Training und Ernährung in einer App. Kostenlos, werbefrei, ohne Konto – deine Daten bleiben auf deinem Gerät.

Jetzt öffnen
← Alle Beiträge